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Kommen Giardien beim Hund häufig vor?
Je nach Literatur kommen Giardien bei 10-17 % der Hunde vor. Betroffen sind vor allem Welpen und Junghunde, hier sind es bis zu 75%, die von Giardien geplagt werden. Auch bei Hunden in größeren Gruppen wie Zuchten oder Tierheimen kommen Giardien gehäuft vor.
Wie infiziert sich mein Hund?
Die Infektion mit den Zysten der Giardia intestinalis erfolgt durch Aufnahme aus der Umwelt, wozu Wasseraufnahme durch Pfützen, Umgang mit anderen Hunden oder auch kontaminiertes Futter gehören. Auch beim Schwimmen in Seen kann es zu einer Giardieninfektion kommen, ebenso in einem infizierten Garten oder auf der täglichen Gassistrecke….
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Wie erkenne ich einen schweren Giardienbefall?
Erkrankte Hunde zeigen immer wieder auftretende Durchfälle, teils mit Bauchschmerzen, Fettkot, Absorptionstörungen mit verringerter Gewichtszunahme beziehungsweise Abmagerung sowie Appetitlosigkeit. Der Kot ist zumeist weich und ungeformt, gelblich und faulig oder ranzig riechend. Gelegentlich kann er auch schleimig oder wässrig sein, als Zeichen der Malabsorption mit Gasblasen durchsetzt sein oder auch sogar Blutbeimengungen zeigen.
Wie kann die Giardieninfektion diagnostiziert werden?
Über eine Kotuntersuchung kann eine Giardieninfektion diagnostiziert werden. Bitte beachten: die Giardien werden nicht mit jedem Kotabsatz ausgeschieden, daher sollte der Kot über 3 Tage gesammelt werden und danach in einer Tierarztpraxis zur Untersuchung abgegeben werden.
Was tun bei einer Giardieninfektion?
Wir empfehlen im Falle einer Infektion die SPS-Therapie, da fast immer nach Reaktivierung des patientenspezifischen Mikrobioms die oft diagnostizierten Giardien verschwinden. Giardien sind reine Milieu-Täter und haben in einem gesunden Darm kaum eine Überlebenschance.
Zusätzlich sollte man auf die Hygiene achten. Hinterlassenschaften müssen entsorgt werden, auch um eine Reinfektion zu vermeiden. Giardien mögen keine Hitze und eine Reinigung der Näpfe mit möglichst heißem/kochendem Wasser ist empfehlenswert.
Nur in schweren Fällen ist die Gabe von Medikamenten nötig. In diesem Fall sollten Sie Kontakt mit Ihrer/Ihrem Tierärztin/Tierarzt aufnehmen oder einen Beratungstermin bei Dr. med. vet. Elmar Breuer in Anspruch nehmen, Infos dazu finden Sie hier.
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